Fuer die Aktion Weihnachtshilfe der HAZ auf den Brocken
  • Aktion Weihnachtshilfe

Mit dem Handbike auf den Brocken

Meine Aktion für die Weihnachtshilfe
der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

Mit dem Handbike und der Sammelbüchse vor dem Brockenstein
Am Ziel! Auf dem Brocken-Plateau war die Spendenbereitschaft am größten. Viele haben in die Tasche gegriffen und für die HAZ-Weihnachtshilfe gespendet.

Alles begann ganz zufällig: Nach einem Vortrag des HAZ-Expertenforums am 3. September 2013 in Hannover ergab sich ein Gespräch mit dem Redakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, Jan Sedelies, zum Thema HAZ-Weihnachtshilfe. Meine vorhandenen Bedenken gegenüber dieser Spendenaktion wurden engagiert von ihm widerlegt, so dass ich schließlich von der Seriosität der Hilfe überzeugt war.

Jan Sedelies konnte von Aktionen erzählen, mit denen Kinder und Jugendliche Spenden gesammelt hatten, was wiederum die eigene Fantasie anregte und zum leichtfertigen Angebot führte: Ich fahre vor Weihnachten im Handbike mit Sammeldose auf den Brocken und sammele Geld für die Weihnachtshilfe! Gesagt ist gesagt – aus der Nummer kommt man nicht wieder raus.

Es sollte nur kein Schnee liegen und die Temperatur über 0° sein.

Noch 2 Monate

Vielleicht war der Vorschlag doch etwas absurd, schließlich war ich bislang nur im Frühling und Sommer bei angenehmen Temperaturen auf den Brocken gekurbelt. Egal, eine neue Herausforderung! Von Jan Sedelies bekam ich im Oktober die HAZ-Sammeldose und es wurde nun ständig das aktuelle Brockenwetter verfolgt. Die nächsten Wochen nur Regen oder Sturm! Bei Windstärke 7 oder mehr ist die Tour nicht wirklich lustig und es sollten doch auch viele Menschen dort unterwegs sein. Also weiter warten.
 

Samstag, 16. November

Das Wetter hatte sich in den letzten Tagen beruhigt und es zeichnete sich der Samstag mehr und mehr als Termin ab. Es wurde tatsächlich ein Prachttag! Sonne, angenehme Temperatur und, für den Brocken selten, kaum Wind.

Parkplatz Schiercke - Handbike und Mountainbike mit Anhänger
Dick eingepackt in die HAZ-Vliesjacke. Der Parkplatz an der Sommer-Rodelbahn ist der ideale Ausgangspunkt für den direkten Weg auf Norddeutschlands höchsten Berg. Wir mussten uns jetzt etwas beeilen - ein Frontalzusammenstoß zweier Autos gleich hinter Wernigerode hatte unseren Zeitplan völlig durcheinander gebracht.

Start in Schierke auf der asphaltierten Brockenstraße bergauf. Gerhard mit dem Fahrrad, Luftpumpe, Flickzeug, Müsliriegel und einem Werbeplakat für unser Vorhaben und ich mit dem Handbike. Zugegeben, ein seltsames, auffälliges Gespann!  Einige Wanderer begegneten uns, erkundigten sich interessiert nach dem Anlass der Fahrt, nur die Spendenmotivation fehlte noch. Ab 1000 m Höhe trafen wir mehr Menschen an, die HAZ war bekannt und es gab neben aufmunternden Worten für die offensichtlich anstrengende Angelegenheit auch die ersten Münzen für die Sammeldose. Am Gipfel auf 1142 m Höhe war es voll, auch hier viele Gespräche mit netten Menschen und die Bereitschaft zum Spenden.

Bei der Rückfahrt nach Schierke am Nachmittag wurde es spürbar kälter, die Straße war an den morgens noch nassen Stellen mittlerweile gefroren. Die übliche Fahrzeit bergab von 20 Minuten verlängerte sich durch die Glätte deutlich und die Kälte zog durch alle Kleidungsstücke.

Ein bewegendes Erlebnis hatten wir noch beim Einpacken der Ausrüstung auf dem Parkplatz: Ein junger Familienvater kam plötzlich zum Auto und legte einen Geldschein für die Weihnachtshilfe darauf. Er sagte, er hätte uns morgens verpasst, aber er wolle diese Aktion gerne unterstützen. Einfach so – TOLL !  


Presse

Bericht in den Schaumburger Nachrichten

Annegret Sperling auf der Brockenstraße mit dem Handbike
Auf der Brockenstraße geht es gut voran. Nach der Komplett-Reparatur der Straße in den letzten drei Jahren ist die Fahrt trotz der Anstrengung ein Vergnügen.
Die Brockenstraße hat bis fünfzehn Prozent Steigung
Bei etwa 1000 Höhenmetern kommt langsam der Bahnübergang der Brockenbahn in Sichtweite. Dieses gerade Straßenstück hat bei der Abfahrt einen besonderen Spaßfaktor
Ein Handbike hat siebenundzwanzig Gänge
Ein dicker Brocken vor dem Brocken: Die Spitzkehre mit fast 15% nach dem Bahnübergang. Hier sinkt die Fahrgeschwindigkeit auf 2 Stundenkilometer.
Annegret Sperling auf der sechsten Tour zum Brocken
Die letzte Strecke vor dem Gipfel ist immer sehr kommunikativ. Hier gibt es aufmunternde Worte und den beruhigenden Hinweis, dass es jetzt nicht mehr weit ist. Auf diesem Streckenstück wird die 1100-Meter-Marke erreicht.
Annegret Sperling am Bahnhof der Brockenbanhn
Fast geschafft! Auf dem letzten Stück vor dem Gipfel sind nochmal 13% Steigung angesagt. Wir erreichen den Brockengipfel bei einmalig schönem Wetter. Es war ein Glückstag - Wochen vor und nach unserem Termin gab es auf dem Brocken nur Sturm und Schnee.
Spezielle Handbikes werden für Menschen mit Behinderung angefertigt
Oben! Die letzten paar Meter vor dem Plateau. Klare Rundumsicht bei wolkenlosem Himmel. Und was auf dem Brocken äußerst selten ist: es ist fast windstill.
Annegret Sperling mit dem Handbike vor der Brockenstation
Unser eigenwilliges Gespann fiel den Wanderern auf und unterwegs hatten wir einige Gespräche zu unserem Unternehmen. Viele kannten die HAZ und die Aktion Weihnachtshilfe und waren spontan mit einer kleinen Spende dabei.
Annegret Sperling mit Handbike und Fahrradanhänger
Unser Spenden-Mobil in Großaufnahme. Werbung muss sein und ohne optische Reize geht es nicht.
Annegret Sperling erhält von einem kleinen Mädchen eine Spende
Während des Aufstiegs hielt sich die Spendenbereitschaft der Wanderer in Grenzen. Aber der Aufenthalt am Brockenstein und die entspannte Atmosphäre haben dem Spendenvolumen dann doch noch auf die Sprünge geholfen.